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Ratgeber · Stand: ab 21. Juli 2026

Wärmepumpen-Förderung 2026: So sichern Sie bis zu 22.400 € Zuschuss

Der Staat fördert den Umstieg auf die Wärmepumpe so großzügig wie kaum eine andere Sanierungsmaßnahme: bis zu 80 % der Kosten übernimmt die KfW. Hier lesen Sie, welche Boni es gibt, wer sie bekommt und wie der Antrag Schritt für Schritt funktioniert.

Förderung planen: Modellhaus, Taschenrechner und Unterlagen auf dem Tisch

Update vom 17.07.2026

Die KfW hat die Heizungsförderung zum 21. Juli 2026 angepasst: Der Effizienzbonus (5 %) und der Emissionsminderungszuschlag sind entfallen, der Klimageschwindigkeits-Bonus sank von 20 auf 16 % (und sinkt ab Februar 2027 halbjährlich weiter), die förderfähigen Kosten sanken von 30.000 auf 28.000 €. Neu und besser: Der Einkommensbonus ist jetzt gestaffelt bis 40 %, der Förder-Deckel stieg von 70 auf 80 % — Haushalte mit geringerem Einkommen können dadurch sogar mehr Zuschuss bekommen als vorher (bis 22.400 statt 21.000 €). Wer vor dem Stichtag eine Förderzusage erhalten hat, behält seine alten Konditionen. Dieser Ratgeber ist vollständig auf die neuen Regeln aktualisiert.

Die drei Bausteine der Förderung

Seit 2024 läuft die Heizungsförderung über das KfW-Programm 458 („Heizungsförderung für Privatpersonen — Wohngebäude“). Das Programm läuft weiter — die Boni werden allerdings nach einem festen Fahrplan schrittweise abgebaut. Aktuell setzt sich die Förderung aus drei kombinierbaren Bausteinen zusammen:

BausteinHöheWer bekommt ihn?
Grundförderung30 %Alle Eigentümer beim Einbau einer förderfähigen Wärmepumpe
Klimageschwindigkeits-Bonus+16 %Selbstnutzende Eigentümer, die eine funktionstüchtige Öl-, Kohle-, Gasetagen- oder Nachtspeicherheizung austauschen — oder eine mindestens 20 Jahre alte Gas- oder Biomasseheizung. Sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte
Einkommensbonus+10–40 %Selbstnutzende Eigentümer, gestaffelt nach zu versteuerndem Haushaltseinkommen: 40 % bis 30.000 €, 30 % bis 40.000 €, 10 % bis 50.000 €. Mit minderjährigem Kind im Haushalt zählt das Einkommen 10.000 € niedriger

Wichtig: Die Summe ist bei 80 % gedeckelt. Als förderfähig gelten maximal 28.000 € für die erste Wohneinheit (dieser Höchstbetrag sinkt ab Februar 2027 halbjährlich um 750 €; für weitere Wohneinheiten in Mehrfamilienhäusern gelten eigene, niedrigere Höchstbeträge). Für ein Einfamilienhaus heißt das: höchstens 22.400 € Zuschuss.

Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus

Angenommen, Ihre neue Luft-Wasser-Wärmepumpe kostet inklusive Einbau und Nebenarbeiten 30.000 € — förderfähig sind davon 28.000 €:

  • Nur Grundförderung (30 %): 8.400 € Zuschuss — Eigenanteil 21.600 €
  • Grundförderung + Tauschbonus (46 %): 12.880 € Zuschuss — Eigenanteil 17.120 €
  • Maximum mit höchstem Einkommensbonus (80 %): 22.400 € Zuschuss — Eigenanteil 7.600 €

Dazu kommt auf Wunsch der zinsgünstige KfW-Ergänzungskredit (Programm 358) über bis zu 120.000 € für Haushalte mit maximal 90.000 € Jahreseinkommen. Und wer gar keine Förderung beantragt, kann alternativ 20 % der Handwerkskosten über die Steuer absetzen (§ 35c EStG) — in der Regel ist der KfW-Zuschuss aber deutlich attraktiver.

Rechnen Sie Ihre persönliche Förderquote mit Ihren eigenen Zahlen aus — kostenlos und in einer Minute.

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Wie viel Förderung bekommen Sie — und was kostet der Rest?

Fachbetriebe aus Ihrer Region rechnen es Ihnen unverbindlich vor. Anfrage in 60 Sekunden, kostenlos.

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Der Antragsweg in sechs Schritten

  1. Angebote einholen und vergleichen. Der Fachbetrieb erstellt ein Angebot und eine Heizlastberechnung.
  2. Vertrag mit Bedingung schließen. Der Liefer- oder Leistungsvertrag braucht eine aufschiebende oder auflösende Bedingung, die auf die Förderzusage verweist — Standard bei erfahrenen Betrieben.
  3. „Bestätigung zum Antrag“ (BzA) erstellen lassen. Das übernimmt der Fachbetrieb oder ein Energieeffizienz-Experte; Sie erhalten eine BzA-Nummer.
  4. Antrag im Portal „Meine KfW“ stellen — zwingend vor Beginn der Bauarbeiten.
  5. Zusage abwarten, dann einbauen lassen.
  6. Nachweise einreichen: Nach der Installation lädt der Betrieb die „Bestätigung nach Durchführung“ (BnD) hoch, Sie reichen die Rechnungen ein — die KfW zahlt aus.

Häufige Fehler, die Förderung kosten

  • Zu früh beauftragt: Wer vor der Antragstellung mit dem Einbau beginnt, verliert den kompletten Zuschuss.
  • Ohne Fachbetrieb geplant: Eigenleistung ist beim Kernpunkt Installation nicht förderfähig — ein Fachunternehmen muss eingebunden sein.
  • Boni verschenkt: Viele Eigentümer wissen nicht, dass der Tausch der funktionierenden Ölheizung 16 % extra bringt — und dass dieser Bonus ab Februar 2027 halbjährlich sinkt. Lassen Sie sich die möglichen Boni im Angebot ausweisen.

Gilt das auch in Euskirchen und im Rheinland?

Ja — die KfW-Förderung ist bundesweit einheitlich. Regionale Zusatzprogramme (etwa von Stadtwerken oder dem Land NRW über progres.nrw) können hinzukommen; Ihr Fachbetrieb kennt die aktuellen Möglichkeiten. Alle lokalen Informationen für die Kreisstadt finden Sie auf unserer Seite Wärmepumpe Euskirchen.

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